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Politik

Kramp-Karrenbauer wird Verteidigungsministerin - Silberhorn äußert sich zu Spekulationen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine "sehr schnelle Neubesetzung" des Amtes des Verteidigungsministers angekündigt. Als potenzieller Kandidat dafür galt ein CSU-Politiker aus Oberfranken: Thomas Silberhorn - doch daraus wurde nichts: Annegret Kramp-Karrenbauer folgte auf Ursula von der Leyen.
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CSU-Politiker Thomas Silberhorn. Foto:  Sven Hoppe/dpa
CSU-Politiker Thomas Silberhorn. Foto: Sven Hoppe/dpa
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  • Ursula von der Leyen hat ihren Rücktritt als Bundesverteidigungsministerin abgekündigt.
  • Ihr Nachfolger wird Jens Spahn.
  • Im Vorfeld wurde viel spekuliert: Unter anderem fiel dabei der Name des fränkischen Staatssekretärs Thomas Silberhorn.

Thomas Silberhorn (CSU) als Bundesverteidigungsminister?Nachdem Ursula von der Leyen (CDU) am Montagnachmittag (15. Juli 2019) angekündigt hat, am Tag nach der Abstimmung zur EU-Kommissionpräsidentin im französischen Straßburg, vom Amt der Verteidigungsministerin zurückzutreten, entflammten die Spekulationen um ihre Nachfolge. Mittlerweile ist klar: Annegret Kramp-Karrenbauer wird neue Verteidigungsministerin.

Thomas Silberhorn galt ebenfalls als Kandidat

Der 50-Jährige ist gebürtiger Oberfranke und stammt aus Kemmern (Kreis Bamberg). Er wurde für Bamberg und Forchheim in den Deutschen Bundestag gewählt und ist Staatssekretär im Verteidigungsministerium. Seine neue Chefin ist wohl bald Annegret Kramp-Karrenbauer. Sie soll am Mittwoch ernannt werden.

Silberhorn war nicht der Einzige: Diese Namen kursierten als Nachfolger

Silberhorn war nicht der einzige Kandidat der als Nachfolger Ursula von der Leyens gehandelt wurde: Thomas Silberhorn sah sich namhafter Konkurrenz ausgesetzt: Gesundheitsminister Jens Spahn, Wirtschaftsminister Peter Altmaier oder Staatssekretär Peter Tauber wurden genannt:

  • Geht es um Personaldebatten auf Bundesebene, fällt oftmals der Name Spahn. Der 39-Jährige galt im Vorfeld als heißester Kandidat für den Posten, wie die dpa erfuhr. Die Rheinische Post berichtete zunächst, dass Spahn neuer Verteidigungsminister werden solle. Daraus wurde allerdings nichts: Die Deutsche Presse-Agentur vermeldete rund eine Stunde später, dass Annegret Kramp-Karrenbauer Ursula von der Leyens Nachfolgerin wird.
  • Neben Jens Spahn, galt auch Peter Altmaier als einer der Kandidaten auf den Posten. Er gilt als Angela Merkels Allzweckwaffe. Altmaier begleitete bereits zahlreiche politische Ämter, wie das des Umweltministers, des Kanzleramtschefs oder aktuell des Wirtschaftsministers. Allerdings hat Altmaier bereits ein wichtiges politisches Amt inne und Bundeskanzlerin Merkel hätte seines neu besetzen müssen, falls sie sich für den 61-Jährigen entschieden hätte.
  • Ein weiterer Aspirant auf von der Leyens Posten war Peter Tauber. Er gilt als aufstrebender Staatssekretär im Verteidigungsministerium - genau wie Silberhorn. Der 44-Jährige sei Favorit, ließe man die Bundeswehr selbst abstimmen, hieß es aus Medienkreisen am Dienstagmittag. Unter den Soldatinnen und Soldaten genießt Tauber ein hohes Ansehen. Er hat selbst in der Bundeswehr gedient, was ihm die Armee hoch anrechnet.

von der Leyen-Nachfolge: Silberhorn äußert sich

Am Dienstagabend äußerte sich Thomas Silberhorn auf Nachfrage von inFranken.de zur Personaldebatte und den Spekulationen rund um das Amt des Verteidigungsministers: "Wenn der eigene Name genannt wird, ist das eine Art von Bestätigung der geleisteten Arbeit, aber an Personaldiskussionen werde ich mich zum aktuellen Zeitpunkt nicht beteiligen, das gehört sich nicht."

Rund vier Stunden später stand fest: Seine neue Chefin heißt Annegret Kramp-Karrenbauer.