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Thomas Gottschalk: TV-Moderator stellt sich hinter Polizei - "es ist unanständig"

Der gebürtige Oberfranke Thomas Gottschalk hat sich deutlich hinter Rettungs- und Polizeikräfte gestellt. "Ich habe vor jedem Polizist Respekt", so der 68-Jährige. Jährlich kommt es zu Tausenden Angriffen auf Polizeibeamte.
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Thomas Gottschalk (links) mit Innenminister Horst Seehofer am Dienstag (8. Mai 2019) in Berlin. Foto: Jörg Carstensen/dpa
Thomas Gottschalk (links) mit Innenminister Horst Seehofer am Dienstag (8. Mai 2019) in Berlin. Foto: Jörg Carstensen/dpa

Thomas Gottschalk unterstützt Kampagne: TV-Moderator Thomas Gottschalk unterstützt die aktuelle Kampagne "Polizei und Rettungskräfte. Für ein sicheres Deutschland". Der 68-jährige Oberfranke sagte am Dienstag (7. Mai 2019) im Bundesinnenministerium : "Es ist unanständig, es ist gemein und es schadet allen" - Gottschalk hat kein Verständnis für Menschen, die sich gegenüber Polizisten und Rettungskräften aggressiv verhalten. Dies berichtet die Deutsche-Presse-Agentur.

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Mitarbeiter der Berliner Feuerwehr berichteten zudem, dass meist Drogen oder Alkohol im Spiel seien, wenn Bürger auf Feuerwehrleute losgingen. Zusätzlich äußerten Rettungskräfte und Polizei Kritik an ihrer Darstellung in TV-Krimis: "Das ist völliger Quatsch, was im Fernsehen da gezeigt wird", so eine Notfallsanitäterin auf der Veranstaltung zur dpa.

Ein Bundespolizist sprang ihr zur Seite: "Was gezeigt wird, das entspricht nicht der Realität, sondern verzerrt das Bild."

Thomas Gottschalk: "Ich habe vor jedem Polizist Respekt"

Gottschalk moderierte die Veranstaltung im Ministerium am Dienstag. Diese übernahm er unentgeltlich. Anschließend sagte er: "Ich habe vor jedem Polizist Respekt, weil ich einfach weiß, ich bin nicht für den da, der ist für mich da."

Innenminister Seehofer (CSU) dankte Gottschalk "für dieses Bekenntnis".

Über 11.000 Angriffe auf Polizisten 2018

2018 zählten die Behörden bundesweit 11.704 tätliche Angriffe auf Beamte und gleichstehende Personen. Oftmals reiche die Frage nach einem Ausweis aus, um einen Faustschlag zu provozieren, so Jörg Radek, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, gegenüber der Deutschen-Presse-Agentur.

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