Ein Angestellter des Presse- und Informationsamtes der Deutschen Bundesregierung steht unter dem Verdacht der Spionage. Das geht aus dem Verfassungsschutzbericht 2019, den Bundesinnenminister Horst Seehofer zuletzt vorgestellt hatte, hervor. 

Das Bundeskriminalamt hat bereits im Dezember 2019 sogenannte "Exekutivmaßnahmen" gegen den Agenten, der wohl aus Ägypten stammt, veranlasst. Die Ermittlungen gegen den Mann laufen derzeit, wie Generalbundesanwalt Peter Frank der Bild bestätigte. "Wir äußern uns weder zu laufenden Ermittlungsverfahren noch zu Personalangelegenheiten", ließ das Bundespresseamt zum Fall verlauten. 

Ägyptischer Agent in Bundesregierung: Geheime Informationen gesammelt

Dem Verfassungsschutzbericht zufolge sind in Deutschland zwei ägyptische Organisationen tätig: der Auslandsdienst "General Intelligence Service (GIS)" und der Inlandsdienst "National Security Service (NSS)". Beide haben das Ziel Oppositionelle aus Ägypten zu beobachten. Im Bericht heißt weiter, dass die Organisationen zudem versuchen, Landsleute für nachrichtendienstliche Zwecke anzuwerben. Das berichtet unter anderem die Deutsche Welle

Den gesamten Verfassungsschutzbericht aus dem Jahr 2019 können Sie hier nachlesen

tu/dpa