Berlin

SPD-Politiker fordert Absage des Dschungelcamps: "Tanz auf dem Vulkan"

Wenige Tage vor dem Beginn des Dschungelcamps 2020 soll der Sender die Show absagen - das fordert der SPD-Politiker Karl Lauterbach. Er vergleicht die Show mit "einem Tanz auf dem Vulkan."
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Am 10. Januar startet das Dschungelcamp 2020. Trotz der Buschbrände in Australien will der Sender an der Ausstrahlung festhalten. Das sorgt für Kritik. Foto: Stefan Menne/RTL/dpa
Am 10. Januar startet das Dschungelcamp 2020. Trotz der Buschbrände in Australien will der Sender an der Ausstrahlung festhalten. Das sorgt für Kritik. Foto: Stefan Menne/RTL/dpa

Angesichts der verheerenden Buschbrände hat der Bundestagspolitiker Karl Lauterbach an den Fernsehsender RTL appelliert, dieses Jahr das Dschungelcamp abzublasen. "Ich finde es angemessen, während dieser Brände die Sendung "Dschungelcamp", die ich persönlich aber auch grundsätzlich entbehren könnte, dort nicht weiter zu drehen", sagte der SPD-Gesundheitsexperte der "Bild"-Zeitung. "Das Ganze erinnert an den Tanz auf dem Vulkan."

Es gibt Alarmsysteme gegen die Brände

An Silvester hatte der Sender erst die Kandidaten der Erfolgsshow bekannt gegeben. In der Woche nach Silvester hatte RTL schon am betont, die Brände seien mehrere hundert Kilometer von dem Camp entfernt. Die Show "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" geht am Freitag (10.1.) in eine neue Runde. RTL hat verschärfte Sicherheitsvorkehrungen für das Pritschenlager im Osten Australiens angekündigt. Zwei Alarmsysteme würden alle Personen im Camp mit Sirenen über einen Notfall benachrichtigen. Außerdem seien alle Campbewohner informiert worden, wie sie sich zu verhalten hätten, um einen Brand zu verhindern.

Seit Beginn der großen Feuer im Oktober brannten etwa 110 000 Quadratkilometer Land nieder - das entspricht ungefähr der Größe von Bayern und Baden-Württemberg zusammen.