Kroatien gilt als eines der beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen. Millionen Touristen reisen jährlich in das Land auf dem Balkan. 

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen haben sich die Ministerpräsidenten von Bayern und Baden-Württemberg zuletzt für eine Einstufung Kroatiens als Risikogebiet ausgesprochen. Das hat nun Konsequenzen. 

Update vom 21.08.2020: So ist die Lage für Corona-Urlauber in Kroatien

Seit Donnerstagmittag (20. August 2020) zählt auch Kroatien zur Liste der Corona-Risikogebiete - jedenfalls in Teilen. Die Entwicklung des Infektionsgeschehens im Balkan-Staat bewog die Verantwortlichen des "Robert-Koch-Instituts (RKI)" und des "Auswärtigen Amtes" dazu, Reisewarnungen auszusprechen. Laut Angaben der "Kroatischen Zentrale für Tourismus" befinden sich derzeit rund 180.000 deutsche vor Ort. 

Verschiedene Urlauber aus Bayern berichten dem Bayerischen Rundfunk, dass sie die Reisewarnung zwar kalt erwischt habe, vor Ort allerdings keine Panik herrsche. Eine Frau aus dem mittelfränkischen Ansbach sagt beispielsweise, dass es am Brombachsee deutlich schlimmer zugehe. 

Bislang gelten lediglich zwei kroatische Regionen als Risikogebiete. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Infektionsgeschehen weiterentwickelt.  
 
Die Sommerferien im Freistaat gehen noch mehrere Wochen: Wer einen Corona-Urlaub in Kroatien geplant hat und nun durch die Reisewarnungen verunsichert ist, könnte gute Chancen haben, diesen stornieren zu können - selbst, falls kein Urlaub in den Risiko-Regionen geplant ist. Das ermöglicht ein Urteil des Amtsgerichts Frankfurt. "Mit dem Hinweis auf das nun viel größere Ansteckungsrisiko müssten Pauschalreisende nach dem Urteil des Amtsgerichts ihren Kroatien-Urlaub kostenlos stornieren können", erklärt Paul Degott, Experte für Reiserecht, der Süddeutschen Zeitung.

Hier finden Sie eine Liste aller Corona-Risikogebiete. 

Die beiden Risiko-Regionen in Kroatien gelten als beliebte Urlaubsziele für Touristen: Hier erklären wir, was für Urlauber vor Ort erlaubt ist - und was nicht. 

Update vom 20.08.2020: Teile von Kroatien nun Risikogebiet

Urlaubsreisen in Teile Kroatiens stehen aktuell im Fokus: Die Gespanschaften Šibenik-Knin und Split-Dalmatien gelten nun als Corona-Risikogebiete - ab Donnerstag (20. August 2020). 

Das "Robert-Koch-Institut (RKI)" führt die beiden Gebiete in seiner Liste der Risikogebiete auf. "In den Gespanschaften Šibenik-Knin und Split-Dalmatien liegen die Inzidenzen derzeit bei mehr als 50 Fällen pro 100 000 Einwohner auf sieben Tage", betont das "Auswärtige Amt".

Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben. Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat.

Erstmeldung vom 18.08.2020: Söder fordert, dass Kroatien Risikogebiet wird

Angesichts der stark steigenden Zahlen von infizierten Reiserückkehrern aus dem Kroatien-Urlaub fordern Baden-Württemberg und Bayern, das osteuropäische Land zum Risikogebiet zu erklären.

Die Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) und Markus Söder (CSU) hätten einen entsprechenden Schritt am Dienstag vereinbart, sagte ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur im Stuttgarter Staatsministerium. Kretschmann habe kein Verständnis dafür, dass diese Entscheidung in Berlin bislang noch nicht getroffen worden sei. Was im Kroatien-Urlaub aktuell für Touristen möglich ist - und was nicht, erfahren Sie hier. 

Kroatien als Corona-Risikogebiet: Infektionszahlen bei Rückkehrern steigen

Die Einstufung als Risikogebiet durch das bundeseigene "Robert Koch-Institut (RKI)" bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben. Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neu-Infizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

Alle aktuellen Entwicklungen der Corona-Krise erfahren Sie im News-Ticker von inFranken.de.