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"Junge Alternative" vor dem Aus? AfD-Jugend steht vor Spaltung

Spaltet sich ein Teil der AfD-Jugend "Junge Alternative" bald ab? Die Zeichen, das es zu einer Neugründung kommen könnte, verdichten sich.
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Die "Junge Alternative" ist die Jugendorganisation der Alternative für Deutschland (AfD). Foto: Maja Hitij/dpa
Die "Junge Alternative" ist die Jugendorganisation der Alternative für Deutschland (AfD). Foto: Maja Hitij/dpa

Die Nachwuchsorganisation der Alternative für Deutschland (AfD) steht vor einer internen Spaltung. Einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland zu Folge, planen radikale Gruppen innerhalb der "Jungen Alternative (JA)" sich abzuspalten und sich als neue Jugendorganisation anerkennen zu lassen.

"JA"-Vizechef Nicolai Boudaghi sagte dem RND, dass rechtsradikale Umtriebe in der JA ein neues Maß erreicht hätte, so dass dies der AfD schade. Zudem ergänzte Boudaghi: "Wenn die "JA" der AfD schadet, muss sie weg."

AfD-Bundesvorstand berät sich: Wie geht die Partei mit der Jugend um?

Am Montag findet ein Treffen des AfD-Bundesvorstandes statt, um erneut über die "Junge Alternative" zu beraten. Georg Pazderski, Vizechef der AfD, äußerte sich im Vorfeld des Treffens gegenüber dem Redaktionsnetzwerk: "Es gibt die Möglichkeit, die JA oder einzelne Landesverbände von der AfD abzulösen."

Bereits seit geraumer Zeit bereitet die "JA" der AfD Probleme. Mittlerweile ist auch der Verfassungsschutz auf die Jugendorganisation aufmerksam geworden. Der Verfassungsschutz Baden-Württemberg sorgte erst kürzlich für Schlagzeilen, da die dortige "JA" nun ebenfalls überwacht wird. Als Konsequenz trat der dortige Vorstand resignierend zurück: "Leider sind die Versuche einem Radikalisierungsprozess zum Opfer gefallen, der insbesondere in den letzten Monaten noch einmal erheblich an Fahrt aufgenommen hat", so die gescheiterten Verantwortlichen. Laut RND-Bericht gebe es in mehreren Bezirksverbänden "Parallelstrukturen mit engen Verbindungen zu der vom Verfassungsschutz beobachteten Identitären Bewegung". Aus diesem Grund wolle man eine neue Jugendorganisation gründen und diese anerkennen lassen.

Zuletzt löste sich der JA-Verband Niedersachsen auf, da er laut Bundesvorsitzendem Damian Lohr gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung verstoßen habe. tu

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