München
Gesetzentwurf

Upskirting: Diese Strafe droht zukünftig

Frauen unter den Rock zu fotografiern ist zukünftig strafbar. Wer es trotzdem tut, muss mit einer Gefägnisstrafe rechnen. Der Vorstoß kommt aus Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen legen einen Gesetzentwurf vor, der Upskirting unter Strafe stellen soll. Symbolfoto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa
Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen legen einen Gesetzentwurf vor, der Upskirting unter Strafe stellen soll. Symbolfoto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Wer Frauen unerlaubt unter den Rock fotografiert, soll dafür zukünftig bestraft werden. Einen entsprechenden Gesetzentwurf haben die Justizminister aus Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen verfasst, teilte das bayerische Justizministerium mit.

Um das sogenannte Upskirting strafrechtlich zu erfassen, soll eine eigene Norm im Strafgesetzbuch im Abschnitt über Sexualstraftaten eingefügt werden. Noch im September soll der Entwurf in den Bundesrat eingebracht werden.

Gesetz gegen Upskirting: Bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe

Bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe können bei unbefugtem Fotografieren des Intimbereichs drohen. Das gilt auch dann, wenn solche Bildaufnahmen übertragen, gebraucht oder anderen Personen - etwa in Internetforen oder mittels Messengerdiensten - zugänglich gemacht werden.

Bislang ist das Upskirting nicht strafbar, außer das Opfer befindet sich in einer Wohnung und die Bildaufnahmen deren höchstpersönlichen Lebensbereich verletzten.

Eine Online-Petition von zwei Frauen aus München, die eine Strafbarkeit des Upskirtings fordert, haben fast 90.000 Menschen unterzeichnet.

Eine Studie hat sich mit der Frage befasst, wo sexuelle Belästigung anfängt.