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Diese Krankenkassenbeiträge sinken Anfang 2019 - gesetzlich Versicherte zahlen bald weniger

Ab Januar 2019 zahlen Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen weniger Beiträge. Doch damit nicht genug: Zahlreiche Versicherungen haben angekündigt ihre Beiträge zu senken. Ist ihre dabei?
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Ab dem 1. Januar 2019 werden die Versichertenbeiträge paritätisch aufgeschlüsselt. Dies hat die Deutsche Bundesregierung im November 2018 beschlossen. Symbolbild: Franziska Gabbert/dpa
Ab dem 1. Januar 2019 werden die Versichertenbeiträge paritätisch aufgeschlüsselt. Dies hat die Deutsche Bundesregierung im November 2018 beschlossen. Symbolbild: Franziska Gabbert/dpa

Beiträge zur gesetzlichen Krankenkasse sinken: Wer bei einer gesetzlichen Kasse krankenversichert ist, muss ab Januar 2019 weniger Abgaben an die Versicherung bezahlen. Der Grund: Ab 2019 werden die Beiträge zur Krankenversicherung wieder paritätisch aufgeteilt. Das heißt, Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen sich den Abgabebetrag jeweils zur Hälfte. Bisher war der Arbeitnehmer allein für die Zahlung dieses Beitrags zuständig. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Bundesregierung hervor: "Arbeitgeber und Beschäftigte zahlen ab 2019 die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung zu gleichen Teilen. Selbstständige, die wenig verdienen, müssen weniger für ihre Krankenversicherung zahlen. Der Bundesrat billigte das entsprechende Gesetz", heißt es darin.

Beiträge sinken: Ist ihre Krankenkasse dabei?

Im Zusammenhang einer Vergleichsstudie von "Stiftung Warentest" und einem Bericht von "Focus Online" wurde bekannt, welche Krankenkassen 2019 unter dem Durchschnittbetrags liegen: Insgesamt 16 Kassen tun dies. Elf weitere Krankenkassen haben angekündigt, Zusatzbeiträge im neuen Jahr anzupassen beziehungsweise zu senken.

Vergleichsmöglichkeiten, einen Überblick, welche Krankenkasse die Zusatzbeiträge senkt oder dies jedenfalls angekündigt hat, sehen sie hier in der Zusammenfassung.

Kassen-Check: Die größten Krankenkassen im Überblick

  • AOK Bayern: Der Zusatzbeitrag liegt zur Zeit bei 1,1 Prozent. Gegenüber "Finanztest" machte die Krankenkasse keine Angaben zu den Zusatzleistungen.
  • Barmer: Der Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent bleibt bestehen.
  • Techniker Krankenkasse: Die Techniker Krankenkasse hat angekündigt, ihren Zusatzbeitrag zu senken. Dieser liegt aktuell bei 0,9 Prozent. Um wie viel gesenkt wird, ist noch unklar.
  • DAK: Der DAK-Zusazubeitrag von 1,5 Prozent bleibt gleich.

Senkung im neuen Jahr: Diese Kassen sind dabei

  • AOK Bremen/Bremerhaven: von 0,8 Prozent auf 0,7 Prozent
  • AOK Hessen von 1 Prozent auf 0,9 Prozent
  • AOK Rheinland/Hamburg von 1,4 Prozent auf 1,1 Prozent
  • Bergische KK von 1,39 Prozent auf 1,15 Prozent
  • Bertelsmann BKK hat eine Senkung angekündigt, die Höhe der Senkung ist noch unklar. Aktuell: 1,39 Prozent
  • BBK Firmus von 0,6 Prozent auf 0,44 Prozent
  • BBK Freudenberg von 0,9 Prozent auf 0,7 Prozent
  • BBK Gildemeister/Seidensticker von 1,2 Prozent auf 1,1 Prozent
  • BBK Melitta Plus von 1,1 Prozent auf 0,9 Prozent
  • BBK Verband Plus hat eine Senkung angekündigt, die Höhe der Senkung ist noch unklar. Aktuell: 0,7 Prozent
  • Continentale BKK von 1,3 Prozent auf 1,1 Prozent
  • Debeka BKK von 0,9 auf 0,8 Prozent
  • hkk hat eine Senkung angekündigt, die Höhe der Senkung ist noch unklar. Aktuell: 0,59 Prozent
  • mhplus BKK von 1,1 Prozent auf 0,98 Prozent
  • Salus BKK von 0,95 Prozent auf 0,79 Prozent
  • Securvita BKK von 1,7 Prozent auf 1,1 Prozent
  • WMF BKK von 1,1 Prozent auf 0,9 Prozent

In der Regel werden fixe Beitragsveränderungen im Januar an die Öffentlichkeit kommuniziert. Wer seine Krankenkasse wechseln möchte, hat dabei die freie Auswahl: "Jede Krankenkasse, die in ihrem Bundesland geöffnet ist, muss Sie annehmen - unabhängig vom Alter und laufenden Behandlungen", heißt es im Branchenmagazin "Finanztest" der "Stiftung Warentest".

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