Wer die Hände auch beim Autofahren nicht vom Smartphone und von Pokémon Go lassen kann, gefährdet sich und andere Verkehrsteilnehmer. Wer sich von der Augmented-Reality-App ablenken lässt, riskiert aber nicht nur ein Bußgeld, sondern auch den Versicherungsschutz.
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) teilt mit, dass die Haftpflichtversicherung bei Unfällen durch das Nutzen eines Handys, zum Beispiel für Pokémon Go, zwar noch aufkommt für Schäden an Dritten, der Schutz der Vollkaskoversicherung allerdings gefährdet ist. Und die Versicherung kann den Fahrer nicht in Regress nehmen - anders als wenn der Unfall unter Alkoholeinfluss und nicht durch die Handynutzung entstand.


Pokémon Go im Auto: Bußgeld auch ohne Unfall

Doch nicht nur im Falle eines Unfalls droht Ungemach: Wer beim Auto- oder Motorradfahren mit Handy in der Hand erwischt wird, muss 60 Euro zahlen und bekommt einen Punkt in Flensburg. Radfahrer müssen immerhin noch 25 Euro zahlen. Aber auch Fußgänger, die sich zu sehr in der Monsterhatz verlieren, riskieren ein Bußgeld. Denn die StVO gilt auch für sie. Betreten sie die Fahrbahn, obwohl Seitenstreifen oder Gehwege vorhanden sind, werden fünf Euro fällig. Das gilt auch, wenn sie versunken ins Spiel bei Rot über die Ampel gehen oder über Absperrungen klettern. Werden dadurch Unfälle verursacht, wird es noch teurer.
Der ADAC warnt vor gefährlichen Situationen durch Unachtsamkeit im Umgang mit der erweiterten Realität. Wenn zum Beispiel plötzlich auftauchende Pokemon Spieler dazu bringen, auf die Straße zu rennen, ohne sich umzublicken. Eltern sollten ihren Kindern ins Gewissen reden und sie für die Gefahren des Spiels sensibilisieren. Gerade kleinere Kinder könnten die Gefahren oft noch nicht richtig einschätzen.

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