Franken
Änderungen zum September

1 Cent für dünne Plastiktüten, schneller zum Facharzt, neues TAN-Verfahren: Das sind die Änderungen zum September 2019

Nutzer von Onlinebanking haben im September mit Änderungen zu rechnen. Das Asylrecht wurde aufgrund der Bedürfnisse der Bewerber angepasst. Und der Discounter Aldi verlangt ab sofort Geld für Plastiktüten für Obst und Gemüse. Wir haben alles zusammengefasst, was sich ab September ändern wird.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Discounter Aldi verlangt ab September 2019 Geld für die dünnen Plastiktüten für Obst und Gemüse. Foto: Christoph Soeder/dpa
Der Discounter Aldi verlangt ab September 2019 Geld für die dünnen Plastiktüten für Obst und Gemüse. Foto: Christoph Soeder/dpa

Im September 2019 stehen wieder einige Änderungen bevor: Ab dem 14. September wird beim Onlinebanking EU-weit das TAN-Verfahren umgestellt. Grund dafür: Die Zweite Europäische Zahlungsdienstrichtlinie (PSD2). Sie soll nicht nur den Wettbewerb im Finanzsektor ankurbeln, sondern auch für mehr Sicherheit sorgen.

Das ändert sich ab September 2019 beim Online Banking

Zum einen ist der iTan betroffen, wie heise berichtet. Und zwar die klassische iTan-Liste auf Papier, die bequem Zuhause in einer Schreibtischschublade liegt. Bislang bestand ein Sicherheitsproblem darin, dass sie nicht automatisch aus den Überweisungsdaten generierbar und bis zur Abfrage zeitlich unbegrenzt gültig ist. Das macht die iTan besonders bei Phishingangriffen verwundbar. Die iTan ist deshalb ab dem 14. September europaweit verboten.

Beim elektronischen Bezahlvorgang ändert sich durch die PSD2 einiges für Kunden. Zum Beispiel ist eine Zwei-Faktor-Authentifizierung für einige Zahlarten neuerdings Pflicht. Das heißt vereinfacht: Es genügt nicht, sich beim Online-Banking mit einem einzigen Passwort anzumelden. Zusätzlich muss bei einer Transaktion beispielsweise ein PIN eingegeben werden - das Sicherheitsfeature ist verpflichtend.

Für alle, die sich zu diesem Thema noch näher informieren möchten, haben wir alle wichtigen Informationen in einem Überblick zusammengefasst.

 

Gesundheit: Schneller einen Termin beim Facharzt?

Um Kassenpatienten schneller zu einem Arzttermin zu verhelfen, gibt es neue finanzielle Anreize für Mediziner. So bekommt ein Hausarzt 10 Euro extra, wenn er bei der Überweisung gleich dafür sorgt, dass man einen dringenden Termin beim Facharzt bekommt. Bestimmte Fachärzte - wie Augenärzte, Frauenärzte und Hals-Nasen-Ohren-Ärzte - werden dazu verpflichtet, pro Woche mindestens fünf Stunden als offene Sprechstunde ohne feste Termine anzubieten. Sie erhalten dafür ebenfalls eine spezielle Vergütung.

Gesundheit: Prophylaxe gegen HIV

Die medikamentöse Prophylaxe gegen den Aidserreger HIV wird künftig von allen gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Die neue, vorbeugende Arzneimittel-Therapie kann nach Angaben der DAK-Gesundheit eine HIV-Infektion mit 96-prozentiger Sicherheit verhindern. Experten hoffen darauf, dass "PrEP" (Prä-Expositions-Prophylaxe) die Zahl der Neuansteckungen deutlich senkt. Allein im vergangenen Jahr haben sich in Deutschland etwa 2900 Menschen mit dem HI-Virus infiziert.

SMS-Tan: Wird sie abgeschafft?

Einige Banken schaffen mit den neuen Änderungen auch gleich den TAN per SMS ab. Allerdings bisher nur in bestimmten Regionen. Informieren Sie sich bei Ihrer Bank, ob das SMS Tan-Verfahren weiter bestehen bleibt, damit Sie die Online-Banking-Dienste wie gewohnt in Zukunft nutzen können.

Aldi macht Plastiktüten für Obst und Gemüse kostenpflichtig

Die Supermarktkette Aldi verlangt ab 01. September einen Cent pro Plastiktüte für Obst und Gemüse. Damit reagiert Aldi auf die Kritik über den hohen Plastikverbrauch in Supermärkten. Verbraucher- und Umweltschützer sind mit der Maßnahme allerdings noch nicht zufrieden. Sie kritisieren, dass der eine Cent seine abschreckende Wirkung verfehlen könnte. Sie fordern einen höheren Preis, um den Verbrauch von Plastiktüten in Supermärkten weiter zu reduzieren.

Neue Regelung für Asylbewerber-Leistungen

Ab September ändern sich auch die Leistungen, die Asylbewerber in Deutschland erhalten. Das gesetzt tritt ab dem 1. September in Kraft. Weil die Lebenshaltungskosten gestiegen sind, werden erstmals seit drei Jahren die finanziellen Leistungen für Asylbewerber angehoben - allerdings nicht für alle.

 

  • Wie die Bundesregierung mitteilt, werden Kosten für Strom und Wohnungsinstandhaltung aus den Geldleistungen künftig ausgeschlossen. Stattdessen wird der Bedarf als Sachleistung erbracht. "Damit sinken die Geldleistungssätze - materiell werden die Leistungen jedoch voll erbracht.
  • Zehn Euro weniger erhalten künftig Alleinstehende, die nicht in einer Sammelunterkunft leben - 344 Euro statt 354 Euro pro Monat. Zudem wird für Erwachsene, die in einer Sammelunterkunft leben, eine neue, niedrigere Bedarfsstufe eingeführt. Sie erhalten dann 310 Euro monatlich. " Hintergrund ist der Gedanke, dass beim Zusammenleben in der Gemeinschaft bestimmte Kosten nicht für jede Person in voller Höhe anfallen.
  • Für Kinder bis zu fünf Jahren ändert sich an den Geldleistungen nichts. Für die Altersgruppe zwischen sechs und 13 Jahren wird der Satz um 26 Euro erhöht, da die Bundesregierung in dieser Altersgruppe einen höheren Bedarf festgestellt hat.
  • Neu ist zudem, dass Asylbewerber und Geduldete auch nach ihrem 15. Aufenthaltsmonat noch Leistungen beziehen können, wenn sie eine Berufsausbildung oder ein Studium absolvieren. Das war bislang nicht möglich, weswegen viele eine Ausbildung aus finaziellen Gründen abbrachen. Das möchte die Bundesregierung künftig verhindern.

 

EU-Verordnung für Schusswaffen

Wer Schusswaffen in einen anderen EU-Staat transportieren möchte, benötigt dafür eine Genehmigung. Die EU-Verordnung, die Anfang September in Kraft tritt, erfordert in solchen Fällen jedoch einen stärkeren Datenaustausch zwischen den Mitgliedsländern. Bisher musste etwa die Bundesrepublik nur die Genehmigung weitergeben, mit der sie den Transport einer Waffe von Deutschland in ein anderes Land erlaubt. Künftig muss sie zusätzlich die Genehmigung zur Einfuhr einer Waffe nach Deutschland mit den anderen Staaten austauschen. Dadurch soll die Fälschung solcher Dokumente erschwert werden.

Apple bringt neues iPhone auf den Markt

 

  • Vorstellung am 1. September
  • laut Gerüchten kommt ein Objektiv zur Kamera
  • Air-Pods Kopfhöhrer sollen drahtlos in ihrem Gehäuse auf der Rüchseite des iPhones aufladbar sein
  • iPad soll einen größeren Bildschirm bekommen
  • Apple-Watch soll aufgefrischt werden

 

Eine oft benutzte App auf dem Iphone ist WhatsApp. Doch Vorsicht, auch viele Betrüger treiben auf der Plattform ihr Unwesen.

WhatsApp-Betrug: So erkennt man die neue Fake-E-Mail

In einer täuschend echt aussehenden E-Mail werden Nutzer angeblich von WhatsApp aufgefordert, ein Jahresabonnement zu verlängern. Bezahlen sollen sie über ihre Kreditkarte. Aber aufgepasst - dahinter steckt eine Betrugsmasche.

 

red/mit dpa

Verwandte Artikel