"Der Ausstand hat wie angekündigt begonnen", sagte eine Sprecherin der Lufthansa am frühen Morgen. Allein am Mittwoch fallen wegen des mittlerweile 14. Streiks der Piloten 876 Flüge aus.

Rund 100.000 Passagiere sind nach Angaben der Lufthansa betroffen. Das Unternehmen kündigte an, Sonderflugpläne zu erstellen.

Passagiere könnten sichim Internet erkundigen, ob ihr Flieger abhebt. Die Piloten-Vereinigung Cockpit hatte den Streik am Montag angekündigt.

Der Konzern scheiterte am späten Dienstagabend mit dem Versuch, den Streik von einem Gericht verbieten zu lassen.
Am Airport Nürnberg fallen Stand Mittwochfrüh acht Flüge von und nach Frankfurt aus. Die aktuellen Informationen teilt der Airport Nürnberg auf seiner Homepage mit.

Am Münchner Flughafen fallen Hunderte Flüge aus. Lufthansa hat rund 360 Kurz- und Langstreckenflüge von und nach München gestrichen - Chaos blieb aber aus. Viele Passagiere hatten sich offenbar auf die massiven Ausfälle bei der Fluggesellschaft eingestellt und waren erst gar nicht zum Flughafen gekommen. Fluggäste, die ihre Kontaktdaten bei dem Unternehmen hinterlassen haben, wurden über mögliche Ausfälle informiert. Den wenigen Betroffenen vor Ort wurden Umbuchungen angeboten.

Hintergrund des Streiks ist ein seit Jahren schwelender Tarifkonflikt zwischen Lufthansa und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit. Planmäßig wären es bei der Lufthansa und verbundenen Fluggesellschaften am Mittwoch in München eigentlich rund 600 Kurz- und Langstreckenflüge gewesen.

Die Lufthansa hat die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) aufgefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und einer Schlichtung zuzustimmen. "Unsere Türen sind offen. Wir würden gerne verhandeln", sagte Lufthansa-Sprecher Martin Leutke am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin". "Wir sagen: Wir müssen die Schlichtung haben." Weiter sagte Leutke: "Die Vereinigung Cockpit ist aber offenbar mehr an einer Eskalation interessiert als an einer zielorientierten Lösung des Konflikts."