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Gesellschaft

Organspenderzahlen sinken auf niedrigsten Stand seit 20 Jahren

Die Zahl der Organspender in Deutschland ist auf dem niedrigsten Stand seit 20 Jahren. EIn Mediziner bezeichnet es als "dramatische Entwicklung".
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Nordrhein-Westfalens Gesundheitsministerin Steffens (Grüne) hält am 24.05.2013 in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) einen Organspendeausweis in der Hand. Foto: Caroline Seidel/dpa
Nordrhein-Westfalens Gesundheitsministerin Steffens (Grüne) hält am 24.05.2013 in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) einen Organspendeausweis in der Hand. Foto: Caroline Seidel/dpa
Die Zahl der Organspender in Deutschland hat 2017 einen neuen Tiefpunkt erreicht. Nach den Statistiken der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) gab es nur 797 Spender, 60 weniger als im Vorjahr. Das ist der niedrigste Stand seit 20 Jahren, teilte die Stiftung mit.

"Leider werden wir erstmals unter die Marke von zehn Spendern pro eine Million Einwohner rutschen. 2017 sind es 9,7", sagte Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der DSO. In der Historie der Stiftung sei das, gerechnet ohne die Anfangsjahre der Organspende vor mehr als 30 Jahren, noch nie passiert.

"Im internationalen Vergleich war Deutschland bisher im unteren Mittelfeld. Jetzt stehen wir im Vergleich fast hinter allen anderen westeuropäischen Ländern. Das ist eine dramatische Entwicklung", ergänzte er. Die Organspendebereitschaft in Deutschland war 2017 regional jedoch sehr unterschiedlich.
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