Bad Hindelang
Skiunfall

Oberallgäu: Siebenjährige stürzt vom Sessellift mehrere Meter in die Tiefe - Urlauber rettet sie vor dem Schlimmsten

In Bad Hindelang (Landkreis Oberallgäu) ist am Montag ein siebenjähriges Mädchen von einem Sessellift in mehrere Meter Tiefe gestürzt. Sie wurde dabei nur leicht verletzt.
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Der Urlauber konnte das kleine Mädchen vor einem unkontrollierten Sturz aus dem Sessellift bewahren. Symbolbild: Swen Pförtner/dpa
Der Urlauber konnte das kleine Mädchen vor einem unkontrollierten Sturz aus dem Sessellift bewahren. Symbolbild: Swen Pförtner/dpa

Am Montagmittag (28.01.2019) stürzte ein siebenjähriges Kind in Bad Hindelang aus mehreren Metern Höhe aus dem Sessellift in den Tiefschnee und erlitt dabei einen Schock sowie verhältnismäßig leichte Verletzungen. Wie die Polizeiinspektion Schwaben Süd/West berichtet, wurde sie daraufhin in einem Krankenhaus behandelt und konnte bereits am Dienstag wieder Nachhause.

Das Kind nahm an einem Skikursteil, bei dem es unbeaufsichtigt durch die Schrankenanlage und später in den Sessel gelangte. Dadurch wurde das Kind von dem weiterfahrenden Sessel, der noch nicht durch den herabgelassenen Bügel gesichert war, mitgeschoben.

Er konnte sie nicht mehr bis zur Bergstation festhalten

Einem anwesenden Urlauber, der bereits in dem Sessel Platz genommen hatte und auf die Situation aufmerksam wurde, ist es gelungen das Kind festzuhalten und vor einem unkontrollierten Absturz zu bewahren. Dennoch gelang es ihm nicht den Sicherungsbügel zu schließen und das Kind bis zum Eintreffen an der Bergstation festzuhalten. Im Bereich eines Tiefschneefeldes stürzte das Kind mehrere Meter in die Tiefe. Dem 44-jährigen Urlauber ist es zu verdanken, dass das Kind vor schlimmeren Verletzungen bewahrt wurde.

Beamte der Alpinen Einsatzgruppe ermittelt nun gegen zwei Angestellte des Liftbetreibers sowie gegen eine Skilehrerin.