Düsseldorf
Tödliche Attacke, Fahndung

Düsseldorf: Frauenmörder weiter auf der Flucht - weitere Hinweise durch "Aktenzeichen XY"

Nach der tödlichen Attacke auf eine Frau in Düsseldorf sucht die Polizei weiter bundesweit nach dem flüchtigen Täter. Nach Veröffentlichung eines Fahndungsfotos gehen zahlreiche Hinweise zum mutmaßlichen Mörder Ali S. ein.
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Spezialkräfte haben nach dem Vorfall in Düsseldorf eine Wohnung gestürmt. Symbolfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
Spezialkräfte haben nach dem Vorfall in Düsseldorf eine Wohnung gestürmt. Symbolfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Vier Tage nach dem Mord an einer 36-jährigen Frau in Düsseldorf fahndet die Polizei weiter nach dem mutmaßlichen Täter Ali S.. Der 44-Jährige sei weiter auf Flucht, sagte ein Polizeisprecher am Freitagmorgen. Der Kiosk-Mitarbeiter soll sein Opfer am Montagmorgen verfolgt, heimtückisch angegriffen und auf offener Straße erstochen haben.

Anfängliche Suche erfolglos

Zu Beginn der Fahndung hatten Spezialkräfte eine Wohnung durchsucht, ihn aber nicht gefunden. Das Motiv für die Tat am Montagmorgen sei weiter unklar. Bekannt ist laut Polizei lediglich, das sich Täter und Opfer gekannt haben sollen. Demnach habe die Frau in der Nähe des Kiosks gewohnt, in dem Ali S. gearbeitet hat. Ein Augenzeuge der Tat gab an, dass der Mann, der zum Tatzeitpunkt einen hellblauen Trainingsanzug getragen haben soll, die Frau verfolgt und dann auf sie eingestochen habe. Das Motiv für die Tat war zunächst unklar. Bei Ali S. handelt es sich den Angaben zufolge um einen anerkannten Flüchtling aus dem Iran. 2001 sei er nach Deutschland gekommen.

Fahndungsfoto zeigt Wirkung

Nachdem die Ermittler ein Fahndungsfoto von Ali S. veröffentlicht hatten, gingen laut Polizeisprecherin zahlreiche Hinweise zum mutmaßlichen Täter ein. Zum Aufenthaltsort seien jedoch keine Angaben eingegangen. Der Fall war am Mittwochabend Thema in der ZDF-Fernsehsendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst". Nach der Ausstrahlung gingen bei den Ermittlern bis zum frühen Donnerstagmorgen drei weitere Hinweise ein. Bei dem Gesuchten handelt es sich um einen anerkannten Flüchtling aus dem Iran, der bereits 2001 nach Deutschland gekommen war.