Das entspricht in etwa der Fläche des Bodensees. Das im Mai 2011 verkündete Moratorium, auf einer Fläche von 65 Millionen Hektar Wald keine neuen Abholzkonzessionen zu erteilen, habe keinen Erfolg gehabt, schreiben die Wissenschaftler um Belinda Margono in der britischen Fachzeitschrift «Nature Climate Change».

Im Jahr 2012 seien 840 000 Hektar gerodet worden, fast doppelt so viel wie in Brasilien (460 000 Hektar). Insgesamt seien in den zwölf Jahren bis 2012 mehr als sechs Millionen Hektar Wälder verschwunden. Das entspricht etwa der Landfläche Kroatiens.

«Der wachsende Waldschwund hat erhebliche Folgen für den Klimawandel und für Anstrengungen, die Artenvielfalt zu erhalten», so Margono von der amerikanischen Universität von Maryland in College Park. «Das umfangreiche Abholzen von Primärwäldern erhöht den Ausstoß von Treibhausgasen und den Verlust der Artenvielfalt.»