Im Atlantik-Raum hat es in diesem Jahr schon so viele tropische Wirbelstürme gegeben, dass die Liste der Namen aufgebraucht ist.

Die ersten 21 Wirbelstürme einer Saison werden dort jeweils mit Namen von A bis W benannt. Noch nie sei ein W so früh gebraucht worden, sagte Clare Nullis, Sprecherin der Weltwetterorganisation (WMO) am Dienstag in Genf. «Wilfred» entwickelte sich vergangenen Freitag vor der portugiesischen Küste, kam aber nicht an Land. Die neuen Stürme müssen nun nach dem griechischen Alphabet benannt werden: Alpha und Beta seien schon vergeben, sagte Nullis.

Es sei nach 2005 erst das zweite Mal, dass die Namensliste nicht ausreiche. Damals gab es ebenfalls ungewöhnlich viele Wirbelstürme. Letztendlich wurden 2005 sechs Buchstaben des griechischen Alphabets gebraucht. Einige der Wirbelstürme entwickeln sich zu Hurrikanen, wie 2005 «Katrina», der die US-Stadt New Orleans und weite Küstenbereiche verwüstete und mehr als 1800 Menschenleben forderte. Im Moment wirbelt noch Hurrikan «Teddy» vor der US-Ostküste.

Die Namen für die Wirbelstürme schlagen die WMO-Mitgliedsländer vor. Männliche und weibliche Namen wechseln sich ab. In diesem Jahr war der erste Name auf der Liste Arthur, der letzte Wilfred. Die Saison mit tropischen Wirbelstürmen geht eigentlich von Juni bis November, startet aber inzwischen oft schon eher und dauert manchmal länger.

© dpa-infocom, dpa:200922-99-662735/2