Im Nahen Osten und in Nordafrika hätten sie sich in diesem Zeitraum sogar verdoppelt, erklärte der Direktor des UN-Programms zur Aids-Bekämpfung (UNAIDS), Michel Sidibé, am Mittwoch in Genf.

Größere Anstrengungen als bisher seien nötig, um HIV und Aids in den am stärksten betroffenen Ländern und Regionen zurückzudrängen. «Jeder einzelne Mensch zählt», sagte Sidibé bei der Vorstellung eines Berichtes zum Welt-Aids-Tag (1. Dezember). Zu den Problemen gehöre das oft sehr unterschiedliche Vorgehen in verschiedenen Regionen. So gebe es in Ostasien kaum finanzielle Unterstützung für zielgerichtete Maßnahmen zur Aids-Bekämpfung unter Schwulen.

Zudem müssten Daten zu HIV-Infektionen und zur medizinischen Versorgung zielgerichteter erhoben und für entsprechende Hilfsaktionen ausgewertet werden, fordert UNAIDS.