Bereits seit längerem ist bekannt, dass manche Pflanzen bei Insektenangriffen leicht flüchtige Chemikalien abgeben, die ihre Artgenossen in der Umgebung zur verstärkten Produktion von Abwehrstoffen anregen. Wie dieses Frühwarnsystem aber genau funktioniert, blieb bisher ein Rätsel.

Kenji Matsui und seine Mitarbeiter von der Universität Yamaguchi untersuchten dies jetzt genauer an Tomatenpflanzen, streng isoliert und bei kontrollierter Luftströmung. Diese strich zum Teil über Pflanzen, an denen sich der Asiatische Baumwollwurm (Spodoptera litura) gütlich tat, zum Teil über Pflanzen ohne Insektenbefall. Beim Asiatischen Baumwollwurm handelt es sich um die Larve eines Kleinschmetterlings aus der Familie der Eulenfalter.

In den Blättern der Tomatenpflanzen, die in der Luftströmung der befallenen Artgenossen standen, fand sich ein erhöhter Anteil der Chemikalie (z)-3-Hexenyl-Vicianosid (HexVic). Von ihr ist bekannt, dass sie das Wachstum der Schmetterlingslarven hemmt.