Und der britische Physiker Peter Higgs, der 2013 den Nobelpreis erhielt, bekannte in der Londoner Zeitung «The Guardian», für eine Karriere im heutigen akademischen System wäre er nicht produktiv genug.

Ob eine Idee förderungswürdig ist, entscheidet die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) viele Tausend Male pro Jahr. «Man könnte fast sagen, die DFG tue nichts anderes, als erstklassige Forschung von weniger guter Forschung zu unterscheiden», sagt Präsident Peter Strohschneider. Von etwa 18 500 Anträgen auf Förderung im Jahr 2012 lehnte die Gesellschaft rund 63 Prozent ab. «Wissenschaftliche Qualität und Relevanz» seien die entscheidenden Kriterien, erklärt Strohschneider. Das könnte mit gesellschaftlicher, ökonomischer oder auch politischer Relevanz einhergehen - «muss es aber nicht».