Die Laute werden nicht durch die Stimmbänder erzeugt, sondern durch ein besonderes Schmatzen mit den Lippen. Das berichtet der Biologe Thore Bergman von der Universität von Michigan in Ann Arbor (USA) in der Fachzeitschrift «Current Biology». Das typische Merkmal der Blutbrustpaviane (Theropithecus gelada), die nur in Äthiopien vorkommen, ist ein roter Fleck auf der Brust.

Bergman hatte sich schon bei einer früheren Expedition über die menschlich klingenden Laute gewundert. «Ich sah oft über meine Schulter, um festzustellen, wer da mit mir sprach ? aber es waren nur die Dscheladas.» Die nähere Untersuchung zeigte nun, wie die Tiere diese Laute erzeugen: Sie schmatzen zusätzlich zu ihren normalen Rufen mit den Lippen und lassen diese vibrieren. Diese Schwingungen im Bereich zwischen drei und sechs Hertz unterteilen die Rufe in einzelne «Silben» und machen sie so menschenähnlich.