Auch wenn das Miauen einer Katze oder das Bellen eines Hundes auf Menschen manchmal berechnend wirken mag: Sie geben ihre Laute rein affektiv ab, also ohne vorher darüber nachzudenken. Die Neurobiologen Steffen Hage und Andreas Nieder hoffen, dass ihre Erkenntnisse in der Sprachforschung weiterhelfen können.

Dass Menschen ihre Laute willentlich steuern können, sei die Grundlage dafür, dass sie überhaupt sprechen können, sagte Hage. Wenn Menschen nach einer Kopfverletzung ihr Sprachvermögen verlören, seien häufig genau die Nervenzellen im Gehirn gestört, mit deren Hilfe die Stimme zweckdienlich eingesetzt wird. Diesen Mechanismus wollte die Forschergruppe bei den Affen genauer untersuchen.