Dazu programmieren Wissenschaftler die Zellen zunächst in eine Art Embryonalzustand zurück und lenken ihre Entwicklung dann in die gewünschte Richtung. Erst vor sechs Jahren veröffentlichte der diesjährige Medizin-Nobelpreisträger Shinya Yamanaka (50) von der japanischen Universität Kyoto die Technik dazu. Er stützt sich auf Erkenntnisse des Briten John Gurdon (79) von der Universität Cambridge, der die hohe Auszeichnung ebenfalls erhält.

Das Ziel des neuen Verfahrens: Die verjüngten Zellen sollen zerschlissenes Gewebe ersetzen oder als Versuchsobjekte für die Forschung dienen. Eine Heilung von Patienten mit Alzheimer, Diabetes oder anderen Krankheiten ist aber noch weit entfernt.