Lediglich bei zwei Arten seien die Populationen stabil geblieben, nur eine habe zugenommen, teilte das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Halle am Dienstag mit. Die Forscher haben an dem Bericht mitgearbeitet. Eine Ursache dafür sei die Intensivierung der Landwirtschaft. Es gebe auch weniger Wiesen als früher.

Zu den untersuchten Schmetterlingsarten gehört zum Beispiel der Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus), dessen Bestand deutlich zurückgegangen ist. Unsicher ist die Entwicklung beim Mattscheckigen Braun-Dickkopffalter (Thymelicus acteon). Zu den stabilen Arten zählen die Wissenschaftler hingegen den Aurorafalter (Anthocharis cardamines).

Die Beobachtung von Schmetterlingsarten ist für Forscher wichtig, weil sie Trends für viele andere Insektenarten aufzeigen. Sie seien ein Indikator für die Artenvielfalt und für die Gesundheit der Ökosysteme, heißt es im Bericht. «Dieser dramatische Rückgang an Grünlandschmetterlingen sollte die Alarmglocken läuten lassen», sagte Hans Bruyninckx, Direktor der Europäischen Umweltagentur.