Erst ab dem Jahr 951 vor Christus ist dieses Gen in den untersuchten Pest-Bakterien nachzuweisen. Es entstand spät und verbreitete sich dann schnell, folgern die Forscher. Somit seien erst die späteren Erreger in der Lage gewesen, die über Flöhe verbreitete Beulenpest hervorzurufen.

Darüber hinaus veränderte sich das Erbgut der Erreger nach Angaben der Forscher im Laufe der Jahrhunderte so, dass sie dem Immunsystem ihrer Wirte immer besser entkommen konnten. Mit Beginn des ersten Jahrtausends vor Christus habe sich der Erreger von einem vergleichsweise harmlosen Bakterium zu einem der tödlichsten Keime verwandelt, auf den die Menschheit je getroffen ist, schreiben die Wissenschaftler. Allein im 14. Jahrhundert hat der Schwarze Tod nach WHO-Angaben schätzungsweise 50 Millionen Menschen das Leben gekostet.