Die Pest plagt die Menschheit schon mindestens 3000 Jahre länger als bislang nachgewiesen. Die Erreger gab es bereits in der Bronzezeit und zwar vor knapp 5000 Jahren - weit vor den historisch belegten Epidemien.

Dies berichtet ein internationales Forscherteam um Eske Willerslev von der Universität Kopenhagen im Fachblatt «Cell». Allerdings war das Pest-Bakterium damals vermutlich noch weniger gefährlich für Menschen. Es erwarb erst deutlich später ? im ersten Jahrtausend vor Christus ? die Eigenschaft, Flöhe als Zwischenwirt zu nutzen und Pandemien der gefürchteten Beulenpest auszulösen.

Die Pest wird durch das Bakterium Yersinia pestis ausgelöst, das den Menschen, aber auch viele Tiere infizieren kann. Flöhe übertragen die Erreger von infizierten Tieren wie Ratten auf den Menschen. Auf diesem Weg wird die am weitesten verbreitete Beulenpest aber auch die Pestsepsis hervorgerufen. Letztere entsteht durch das Eindringen der Bakterien in die Blutbahn.