Das Team um Sam Ridgway von der National Marine Mammal Foundation in San Diego (US-Staat Kalifornien) war bereits vor knapp 30 Jahren auf die ungewöhnlichen Laute des Belugas aufmerksam geworden. Genauere Untersuchungen zeigten, dass die Geräusche des Wals nicht nur in der Tonlage, sondern auch in Dauer und Rhythmus der menschlichen Stimme erstaunlich ähnlich waren.

Den Forschern zufolge hat es schon früher Berichte von Walen gegeben, die scheinbar menschliche Geräusche nachmachen. Dies sei aber die erste Untersuchung, die diese Fähigkeit direkt nachweise.

Ridgway und seine Mitarbeiter hatten bereits 1984 ungewöhnliche Geräusche in der Nähe eines Wal- und Delfinbeckens wahrgenommen. Den Forschern zufolge klangen die Laute wie Menschen, die sich in einiger Entfernung unterhielten. Auch Taucher in diesem Becken waren verunsichert - einer sei sogar an die Wasseroberfläche gekommen und habe gefragt, wer ihn zum Auftauchen aufgefordert habe. Es stellte sich heraus, dass die Quelle des Wortes «out» und der merkwürdigen Geräusche ein neun Jahre alter Beluga (Delphinapterus leucas) namens «NOC» war.