«Allein im schleswig-holsteinischen Wattenmeer sank die Zahl der Austernfischer-Brutpaare in den letzten 15 bis 20 Jahren um 50 Prozent auf nur noch etwa 10 000 Paare», sagte Vorstandsmitglied Veit Hennig. Der Verein kümmert sich um 23 Schutzgebiete in Norddeutschland.

Insgesamt brüten nach Angaben der Naturschützer im Wattgebiet von Borkum bis Sylt sowie im küstennahen Binnenland noch mehr als 25 000 Paare. Europaweit hätten die Bestände von rund einer Million auf etwa 800 000 abgenommen. Dafür gibt es nach Angaben des Vereins zahlreiche Gründe. Wissenschaftliche Untersuchungen deuteten beispielsweise darauf hin, dass die Vögel nicht mehr genug Herz- und Miesmuscheln als Nahrung finden.