Die US-Amerikanerin Sunita Williams und der Japaner Akihiko Hoshide hätten die Box erfolgreich abgeschraubt und sollten sie nun fester und sicherer befestigen, meldete die Agentur Interfax am Mittwoch. Zudem reinigten die Raumfahrer in rund 400 Kilometern Höhe den Verteiler. Insgesamt sollte der außerplanmäßige Einsatz rund sechseinhalb Stunden dauern.

Drei russische Kosmonauten und ein weiterer US-Astronaut überwachten das riskante Manöver an Bord der ISS. Falls die Arbeiten erneut scheiterten, sollte der Verteiler in den Außenposten der Menschheit gehievt und dort repariert werden. Wegen des Schadens produzieren derzeit nur fünf der acht ISS-Solarmodule Strom. Einige weniger wichtige wissenschaftliche Geräte wurden abgeschaltet, um Elektrizität zu sparen.

Für Williams bedeutete der Einsatz einen Rekord: Mittlerweile hat sie sich insgesamt mehr als 40 Stunden außerhalb der ISS im Weltraum aufgehalten und damit länger als jede andere Raumfahrerin bisher. Ihre Landsfrau Peggy Whitson war insgesamt 39 Stunden und 44 Minuten im «Außendienst».