In Köln ist am Rheinufer eine Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Die beiden Sprengmeister aus Düsseldorf hätten den Blindgänger am Samstag bereits nach gut einer Viertelstunde unschädlich gemacht, teilte die Stadt Köln mit.

Der rund 1,60 Meter lange Sprengsatz war am Karfreitagabend von einem Spaziergänger entdeckt worden. Er hatte die Bombe gesehen und dann die Polizei gerufen, die die Stadt Köln informierte, berichtete das Ordnungsamt. Vier Mitarbeiter des Amtes hielten die ganze Nacht über Wache an dem gefährlichen Sprengsatz in Köln-Merkenich.

Für das Entschärfen der amerikanischen Bombe wurde am Karsamstag die Umgebung in einem Radius von 750 Metern gesperrt. 151 Anwohner mussten ihre Wohnungen verlassen. Straßen wurden abgeriegelt.

Außerdem wurden der Schiffsverkehr auf dem Rhein gestoppt und der Luftraum gesperrt. Auch ein weitläufiger Chemieproduktionsstandort am anderen Ufer in Leverkusen war in die Maßnahmen eingebunden.

Die Zehn-Zentner-Bombe habe den beiden Sprengmeistern des Kampfmittelräumdienstes keine Probleme gemacht und sei gut zu entschärfen gewesen. In gut einer Viertelstunde sei die Arbeit getan gewesen: «Für zwei Zünder war das sehr schnell», sagte Jennifer Hedderich vom Kölner Ordnungsamt.

Das Amt war mit 37 Mitarbeitern im Einsatz, die Polizei half auch. «Krankentransporte waren nicht notwendig», erklärte die Stadt. In Köln müssen vergleichsweise häufig Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden.