2012 waren 383 Ertrunkene gezählt worden. Als einen Grund für den Anstieg nannte DLRG-Präsident Hans-Hubert Hatje den heißen Sommer, auch aber Einschnitte beim Schwimmunterricht an Grundschulen. Eine Risikogruppe sind ältere Menschen ab 50 Jahren, die ihre Fähigkeit mitunter überschätzen. Sie machten die Hälfte der Badetoten aus.

Mehr als 80 Prozent der Badeunfälle (365) ereigneten sich an unbewachten Binnengewässern, daneben ertranken unter anderem 18 Menschen in der Ostsee, 8 in der Nordsee, 14 in einem Schwimmbad und 8 in Gartenteichen und privaten Swimmingpools. 17 kamen in Hafenbecken ums Leben. Das Hochwasser im vergangenen Sommer kostete zwei Menschen das Leben.

Wie schon in den Vorjahren waren vier von fünf der Ertrunkenen Männer. Wie Hatje sagte, seien Männer leichtsinniger, überschätzten ihre Fähigkeiten oder sprängen betrunken ins Wasser. Die Zahl ertrunkener Kinder und Jugendlicher stieg von 18 auf 34 an.