Abermals wurde Asche in die Luft gewirbelt und über die Osthänge glitt glühendes Material nach unten. In einigen benachbarten Ortschaften sei Ascheregen niedergegangen.

Wegen der anhaltenden Aktivität des Vulkans rief Mexikos Präsident Felipe Calderón die Bevölkerung auf, für eine eventuelle Evakuierung ihrer Ortschaften vorbereitet zu sein. Erst vor wenigen Tagen hatten die Behörden vorsorglich die Alarmbereitschaft erhöht. Der Popocatépetl liegt 80 Kilometer östlich von Mexiko-Stadt,

Die Alarmstufe «Gelb Phase 3» bedeutet, dass die Explosionstätigkeit des Vulkans mittelmäßig hoch ist und der Ausstoß von Lava sowie Ascheregen über nahen Ortschaften möglich ist. In den betroffenen Bundesstaaten Morelos, Estado de Méxiko, Tlaxcala und Puebla stehen 700 Notherbergen zur Verfügung. Allein im Estado de México könnten nach Zeitungsberichten vom Samstag bis zu 85 000 Menschen von Evakuierungen betroffen sein.

Der Popocatépetl, «Don Goyo» im Volksmund, ist seit Ende 1994 wieder verstärkt aktiv und stößt in regelmäßigen Abständen Gase, Asche und wie derzeit glühende Steine aus. Über dem Gipfel ist fast immer eine Rauchwolke zu sehen.