Das Auto ist völlig zermalmt, als es unter dem Sattelschlepper auf der A3 bei Regensburg geborgen wird. Die Insassen - vier Männer im Alter von 27, 31, 32 und 44 Jahren - sind tot.

Wie genau der schwere Unfall am Dienstag passiert ist, soll ein Gutachter klären, wie die Polizei mitteilte. Die Autobahn in Fahrtrichtung Regensburg war nahe der Unglücksstelle bei Neutraubling für mehrere Stunden blockiert, es bildete sich ein langer Stau.

Ersten Erkenntnissen nach fuhr der Fahrer des Autos vermutlich ungebremst auf den Sattelschlepper auf. Zum Unfallzeitpunkt herrschte stockender Verkehr. Der Wagen bohrte sich tief unter das Heck des Lkw. Die Männer hatten keine Chance. Nachdem der Sattelschlepper entfernt und das Wrack darunter befreit war, wurden die Leichen in Holzsärgen abtransportiert.

Der 41-jährige Fahrer des Sattelschleppers blieb bei dem Unglück den Angaben nach unverletzt. Er erlitt jedoch einen Schock und wurde von Mitarbeitern des Rettungsdienstes betreut. Auch ein Notfallseelsorger war vor Ort.

Augenzeugen, Polizisten, Feuerwehrleuten und Rettungskräften boten sich schlimme Bilder: Das Auto, ein 5er BMW mit deutscher Zulassung, war bis zur Rücksitzbank völlig zerstört. Trümmer lagen auf der Fahrbahn, dazwischen ein Schuh.

Neben Polizei und Rettungswagen waren auch zwei Rettungshubschrauber sowie die Autobahnmeisterei im Einsatz. Letztere regelte den Verkehr. Die Autobahn in Richtung Regensburg wurde gut fünf Stunden nach dem Unfall wieder freigegeben. Polizei und Staatsanwaltschaft haben Ermittlungen zur Klärung des Unfallherganges aufgenommen.

© dpa-infocom, dpa:210622-99-100878/2