Der Angeklagte hatte Ostern 2011 seine Kinder im niedersächsischen Hermannsburg unter dem Vorwand einer Fahrradtour abgeholt und war mit ihnen nach Ägypten geflogen. Zuvor war der Mutter das alleinige Sorgerecht für die Kinder im Alter zwischen vier und acht Jahren zugesprochen worden.

Erst mehr als vier Monate später wurden Vater und Kinder in Kairo entdeckt und nach Deutschland zurückgebracht. Der arbeitslose Krankenpfleger gilt als christlicher Fundamentalist und sieht sich zur Erziehung seiner Kinder vor Gott verpflichtet.