Allerdings wurden in Medienberichten unterschiedliche Angaben zum möglichen Umfang gemacht: Sie reichten von einigen Zehntausend bis hin zu Millionen von Konten. Ob ausschließlich Karteninhaber in den USA in Mitleidenschaft gezogen wurden, war zunächst ebenfalls unklar.

Der international tätige Zahlungsabwickler Global Payments räumte in einer Mitteilung ein, dass er Anfang März einen «unautorisierten Zugang zu einem Teil des Abwicklungssystems» bemerkt habe und dabei auf «Kartendaten» zugegriffen worden sein könnte. Es seien sofort Sicherheitsexperten sowie die Kriminalbehörden eingeschaltet worden, teilte das Unternehmen in Atlanta mit. Details will Global Payments am Montag (2.4.) in einer Telefonkonferenz nennen. Die Firma wickelt Zahlungsprozesse zwischen Einzelhändlern und Banken ab.

Das Kreditkartenunternehmen Visa teilte mit, die Kunden seien im Fall von Betrugsversuchen geschützt und würden dadurch keine finanziellen Verluste erleiden. Das eigene System sei auch nicht geknackt worden, betonte Visa. Die gleichen Angaben machte MasterCard und forderte Kreditkarteninhaber auf, die Posten auf ihrer Rechnung genau zu prüfen.

Ähnliche Vorfälle hatte es in der Vergangenheit bereits gegeben. Häufig betroffen sind Abwickler wie Global Payments, die den Konsumenten kaum bekannt sind, jedoch eine wichtige Rolle im Zahlungsverkehr spielen und mit sensiblen Daten umgehen.