Die Reederei habe sich für einen «Weltführer» auf diesem Gebiet, die Titan Salvage, entschieden, um das havarierte Kreuzfahrtschiff in einem Stück entfernen zu lassen, teilte Costa Crociere mit. Die Operation solle Anfang Mai beginnen und in etwa einem Jahr beendet sein, ein italienisches Spezialunternehmen werde an den Arbeiten beteiligt.

Bei den Bergungsarbeiten des havarierten Kreuzfahrtschiffes werde der Schutz der Umwelt höchste Priorität haben, teilte die Reederei noch mit. Sobald das vor der toskanischen Insel Giglio liegende Wrack flottgemacht und abtransportiert sei, werde der Meeresboden gesäubert und neu bepflanzt. Auch auf die Belange der Touristeninsel Giglio in der Sommersaison werde Rücksicht genommen. Mitarbeiter, Ausrüstung und Bergungsmaterial sollen auf dem Festland untergebracht werden.

Bei der Havarie des Kreuzfahrtschiffes vom 13. Januar kamen 30 Menschen ums Leben, darunter zwölf Deutsche. Zwei Menschen werden immer noch vermisst. Dabei handelt es sich nach Angaben der Präfektur in Grosseto um eine Italienerin und um ein indisches Crewmitglied. Die «Costa Concordia» war mit über 4200 Menschen an Bord gekentert.