Wie häufig psychische, körperliche und sexualisierte Gewalt in ersten Liebesbeziehungen von jungen Menschen vorkommt und welche Folgen dies für die Betroffenen hat, das will die Hochschule Fulda mit einem Forschungsprojekt klären.

Für Deutschland lägen bislang zu wenig Daten vor, um zuverlässige Aussagen über die Häufigkeit und die Folgen von Gewalt in den ersten Beziehungen zu treffen, berichtete die Hochschule. Sie plant eine repräsentative Befragung von Schülerinnen und Schüler aus Hessen im Alter von 14 bis 17 Jahren - allerdings mit dem Einverständnis der Eltern. Man müsse das Ausmaß der Gewalt kennen, um begründen zu können, weshalb Prävention notwendig sei - und etwa von Krankenkassen bezahlt werden solle, begründete Projektleiterin Beate Blättner die Studie laut Mitteilung. Das Forschungsprojekt läuft über eineinhalb Jahre und wird vom Land Hessen finanziert.