Nach Radaraufnahmen könnte das Flugzeug mit 239 Menschen an Bord kurz vor ihrem Verschwinden umgedreht sein, wie Ermittler am Sonntag in Kuala Lumpur berichteten. Das erschwert die Suche, da Rettungskräfte nun einen viel größeres Radius nach dem Flugzeug absuchen müssen. Gleichzeitig gingen Fahnder Hinweisen auf einen möglichen Terroranschlag nach. Mindestens zwei Menschen sollen mit gestohlenen Pässen unterwegs gewesen sein. Angehörige der überwiegend chinesischen Fluggäste warteten in Peking verzweifelt auf Neuigkeiten zum Schicksal der Passagiere.

Die Radarhinweise zur Umkehr der Maschine überraschten, weil der erfahrene Pilot nach bisherigen Erkenntnissen vor dem Verschwinden keine Probleme an Bord meldete. Er sendete auch kein Notsignal aus. Der Kontakt zu der Boeing 777-200 der Malaysia Airlines war am frühen Samstagmorgen zwei Stunden nach dem Start in Kuala Lumpur abgebrochen. Sollte die Maschine abgestürzt sein und es keine Überlebenden geben, wäre es eines der schwersten Flugzeugunglücke der vergangenen Jahre.