Wie die Regionalregierung mitteilte, geht das Hochwasser nur langsam zurück. In der Nachbarregion Aragonien mussten etwa 1000 Bewohner der - vom Wasser eingeschlossenen - Ortschaften Boquiñeni und Pradilla ihre Wohnungen verlassen. Sie wurden in Nachbarorten in Turnhallen untergebracht. «Das ist das schlimmste Hochwasser, an das wir uns hier erinnern können», sagte der Bürgermeister von Boquiñeni, Miguel Angel Sanjuán. «Dass das Ebro-Wasser in unser Dorf eindringen würde, hatte bislang als undenkbar gegolten.»

In anderen Orten an den Ufern des Ebro wurden Siedlungen durch das Hochwasser von der Außenwelt abgeschnitten. In Aragonien wurden etwa 200 Quadratkilometer überschwemmt. Das entspricht der Hälfte der Fläche der Hansestadt Bremen. Nach Angaben des staatlichen Rundfunks RNE erreichte der Wasserpegel stellenweise eine Höhe von acht Metern über dem normalen Niveau. Der Ebro ist der wasserreichste und zweitlängste Fluss auf der Iberischen Halbinsel.