«Von einigen Politikern und Medien wurde gezielt Stimmung gegen unerwünschte Zuwanderer, insbesondere aus Osteuropa, gemacht.» In diesem Zusammenhang fiel auch der Begriff «Armutszuwanderung», den die Jury ebenfalls kritisierte. Politiker und Verbände begrüßten die Wahl.

«Sozialtourismus» treibt die Unterstellung einer böswilligen Absicht jedoch auf die Spitze», sagte Janich. Auch dieses Jahr wurde ein Begriff gewählt, der nicht oft vorgeschlagen worden war: «Sozialtourismus» war lediglich dreimal genannt worden, «Opfer-Abo» für 2012 sogar nur einmal. Der Begriff Armutszuwanderung/Armutseinwanderung war 15 Mal eingeschickt worden.

Für das «Unwort» gingen dieses Mal 1340 Einsendungen ein, weniger als in den beiden Jahren davor. Die «Unwort»-Aktion gibt es seit 1991. Die Jury besteht im Kern aus vier Sprachwissenschaftlern und einem Journalisten. Der jährlich wechselnde Gast war in diesem Jahr der Schriftsteller Ingo Schulze («Simple Storys»).