«Ich will einfach testen, wie weit ich gehen kann», sagte der 53-Jährige der Nachrichtenagentur dpa. Es gehe ihm darum, seine Grenzen auszuloten - und «vielleicht auch darüber hinaus zu kommen».

Wenn der Stuttgarter die Strecke schafft, erwartet ihn nach eigenen Angaben auch ein Weltrekords-Titel: Zwar hätten schon andere vor ihm den Bodensee längs durchquert - beispielsweise die Lindauerin Sandra Albrecht, die vor elf Jahren die 64 Kilometer in 23 Stunden und 20 Minuten hinter sich brachte. Doch das Besondere an Dobelmanns Vorhaben: Er verzichtet auf den schützenden Neoprenanzug. Nach Meinung vieler Sportler und Mediziner ein Himmelfahrtskommando, räumt sein Manager Oliver Halder ein.

Dobelmann dagegen fürchtet sich nicht vor der Kälte: «Eine halbe Stunde, dann hat sich der Körper an die Wassertemperatur gewöhnt», sagt er. Momentan sei er noch verhältnismäßig ruhig, die Aufregung komme erst am Abend vor dem Start. «Dann geht es los: Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall», sagt er. Erst im See werde er dann wieder ruhiger: «Dann bin ich nur noch fixiert auf das Wasser.»

Dobelmann startet an diesem Montag von Bodman-Ludwigshafen (Kreis Konstanz) aus, rund 24 Stunden später will er gegen 14 Uhr am Strandbad im österreischischen Bregenz ankommen. Er wird unter anderem von seinem Manager und einem Schweizer Arzt begleitet. Pausen darf Dobelmann nicht machen, auch sein Essen - hoch dosiertes Kohlehydrat-Gel - muss er während des Schwimmens einnehmen.