Wie Landgerichtssprecher Manfred Mürbe aus der nichtöffentlichen Verhandlung mitteilte, sprach ihn das Gericht unter anderem wegen versuchten Totschlags in vier Fällen, Bedrohung, Nötigung und Verstößen gegen das Waffenrecht schuldig. Der Angeklagte hatte zum Prozessauftakt Liebeskummer als Motiv angegeben.

«Die Kammer geht nicht davon aus, dass ein Amoklauf geplant war», sagte Mürbe. Vielmehr habe der Schüler mit den Waffen imponieren wollen. Vor allem seine 13 Jahre alte Freundin, die am Tag zuvor mit ihm Schluss gemacht hatte, habe er beeindrucken wollen. Trotz seiner tiefen Kränkung habe er zu diesem Zeitpunkt keine Tötungsabsichten gehabt. Als die Situation eskalierte und der Schüler später auf dem Sportplatz gezielt in Richtung der Polizeibeamten schoss, habe er jedoch billigend in Kauf genommen, dass jemand getötet wird.