Elba Esther Gordillo, eine der mächtigsten Frauen Mexikos, ist wegen des Vorwurfs der Unterschlagung in Millionenhöhe festgenommen worden. Die Vorsitzende der mexikanischen Lehrergewerkschaft habe mindestens 2,6 Milliarden Pesos (155 Millionen Euro) an Gewerkschaftsgeldern veruntreut und auf Privatkonten in der Schweiz und Lichtenstein überweisen lassen, erklärte Generalbundesanwalt Jesús Murillo Karam am Dienstag (Ortszeit).

Ermittler hätten sie am Flughafen von Toluca westlich von Mexiko-Stadt gefasst. Das Geld sei für Immobilien, Luxusartikel, Schönheitsoperationen, Kunstwerke und die Wartung des Flugzeugs der 68-Jährigen ausgegeben worden, so die Staatsanwälte. Man habe aber erst einen Teil der möglichen Geldflüsse analysiert, sagte Karam. «Das ist eine Untersuchung, bei der immer noch viel fehlt.»