Verregnet war der Juli nach der Monatsbilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) nämlich vor allem im Norden und im Osten, während der Süden weniger Regen abbekam als sonst im Juli üblich. «Der Schaukelsommer, den wir bereits im Juni ertragen mussten, setzte sich auch im Juli fort», sagte DWD-Sprecher Uwe Kirsche am Montag laut Mitteilung.

Im bundesdeutschen Schnitt gab es pro Quadratmeter 99 Liter Juli-Regen, das sind 128 Prozent des Monatssolls. Besonders heftig goss es am 6. bei Zwickau - dort fielen in 24 Stunden 81,1 Liter pro Quadratmeter. Der trockenste Ort in Deutschland war Neuburg an der Donau, wo es im ganzen Monat nur 29 Liter pro Quadratmeter regnete.

Die Temperatur schwankte stark - aber statistisch fällt der Juli nicht aus dem Rahmen. Die Temperatur lag um ein halbes Grad über dem Normalwert. Einige Nächte waren empfindlich kalt - so am 23. in Nürnberg-Netzstall, wo der DWD Bodenfrost von minus 1,1 Grad registrierte. Schon am nächsten Tag kletterte das Quecksilber an der gleichen Station auf 31,1 Grad. Der heißeste Tag war der 27. mit dem Spitzenwert von 36,5 Grad, der in Bad Kreuznach südwestlich von Mainz gemessen wurde.

Nach den wolkenreichen ersten drei Wochen holte der Sonnenschein mächtig auf, erreichte aber mit durchschnittlich 194 Stunden nicht mehr das Soll von 209 Stunden. Am sonnigsten war es an der Nordseeküste - Spitzenreiter war St. Peter-Ording mit 248 Stunden. Schlusslicht war Braunlage im Harz mit nur 145 Stunden Juli-Sonnenschein.