Allerdings wird darin nicht differenziert, ob es sich bei den Vermissten um Opfer der mächtigen Drogenkartelle, illegale Migranten oder anderweitig Verschwundene handelt.

In über 5000 der insgesamt 26 121 Fälle müsse außerdem noch geklärt werden, ob es sich nicht um doppelte Einträge handele oder es sonstige Unstimmigkeiten gebe, erklärte die für Menschenrechte zuständige Staatssekretärin Lía Limón. Man werde nun Fall für Fall prüfen, um genau festzustellen, wie viele davon einen kriminellen Hintergrund haben.

Die Liste war im November von der damals scheidenden Regierung des Präsidenten Felipe Calderón an dessen Nachfolger Enrique Peña Nieto übergeben worden. Sie bezieht sich auf Calderóns Amtszeit von 2006 bis 2012.