Der Bestatter werde verdächtigt, Pässe von Toten für eine Einreise nach Deutschland an Schleuser im Ausland verkauft zu haben, sagte der Leiter der Ermittlungsgruppe von Berliner Polizei und Bundespolizei, Frank Worm. «Das ist eine ganz neue Methode, die bundesweit bislang noch nicht aufgefallen ist.»

Seit 2010 sollen so mindestens neun Menschen, die den Inhabern der Pässe ähnlich sahen, in die Bundesrepublik eingereist sein. Sie sollen vor allem über Syrien gekommen sein. Wer diese Personen sind und wo sie in Deutschland leben, werde noch geprüft, hieß es. Die Ermittler gehen aber von weit mehr Fällen aus. Pro Pass sollen zwischen 2000 und 5000 Euro geflossen sein.

Neben deutschen Reisepässen wurden auch Dokumente aus Marokko, Ägypten und Libanon gefunden.