Hamado Dipama warf in der Verhandlung dem Betreiber eines Clubs auf dem Gelände der Kultfabrik im Münchner Osten vor, ihn und einen ebenfalls dunkelhäutigen Freund wegen ihrer Hautfarbe nicht eingelassen zu haben.

Der Mann aus Burkina Faso hatte im vergangenen Jahr gemeinsam mit anderen Mitstreitern aus dem Ausländerbeirat eine Stichprobe in 25 Münchner Clubs durchgeführt. In 20 davon wurde er abgewiesen. Seine weißen Freunde wurden dagegen problemlos hineingelassen.

«Wir haben den Türsteher zur Rede gestellt», sagte Dipama vor Gericht. Der ebenfalls dunkelhäutige Mann habe dann zugegeben, sie wegen ihrer Hautfarbe nicht in den Club lassen zu dürfen - Anweisung vom Chef.

Einige Zeugen, die Dipama bei dem Test begleitet hatten, bestätigten seine Aussage zu großen Teilen, auch wenn sie sich nicht mehr an genaue Wortlaute erinnern konnten. Der Chef der zuständigen Sicherheitsfirma bestritt als Zeuge vor Gericht aber jeglichen Rassismus. Seine Mitarbeiter hätten die Anweisung, alle Leute gleich zu behandeln. Nur Gäste in Jogginghosen oder dreckigen Turnschuhen würden abgewiesen, Betrunkene oder Minderjährige.