Zwei Pförtner, die wegen vorsätzlicher Körperverletzung durch unterlassene Hilfeleistung angeklagt sind, äußerten sich zum Prozessauftakt in Fürth am Dienstag nicht zu den Vorwürfen. Den Ermittlungen nach sollen sie der Bitte der aus Serbien stammenden Eltern, einen Arzt oder Rettungswagen für ihr gut ein Jahr altes Kind zu rufen, nicht nachgekommen sein.

Der Junge soll ein schmerzverzerrtes Gesicht gemacht und schwarze Flecken auf der Haut gehabt haben. «Ich habe auf Knien gelegen und um Hilfe gefleht», schilderte der Vater unter Tränen die Vorkommnisse im Dezember 2011 in der Zentralen Aufnahmeeinrichtung (ZAE) in Zirndorf. Statt einen Notarzt zu rufen, hätten die Pförtner ihn aufgefordert, sich zunächst einen Krankenschein zu besorgen.