«Ich räume alles ein, es tut mir von Herzen Leid», erklärte der mehrfach vorbestrafte Mann zum Prozessauftakt vor dem Berliner Landgericht.

Drei Tage vor Weihnachten 2012 hatte der Mann aus Wolfsburg in Niedersachsen einen Bankangestellten fast zehn Stunden in seiner Gewalt. Der zuletzt Arbeitslose bedrohte den 40-Jährigen mit einer Luftdruckpistole und verlangte bis zu 500 000 Euro. Er kündigte die Sprengung der Bank mit einer ferngesteuerten Bombe an. Die Polizei konnte den Nervenkrieg nach Stunden unblutig beenden.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Wolfsburger erpresserischen Menschenraub vor. In früheren Aussagen hatte der Angeklagte Geldsorgen wegen seiner Drogenabhängigkeit genannt. In Wolfsburg wurde der Angeklagte bereits wegen Drogenbesitzes, Betrugs und Unterschlagung bestraft.

Auch zwei Banküberfälle vom August 2011 und März 2012 in Wolfsburg mit insgesamt 37 000 Euro Beute gestand der frühere Produktionshelfer bei VW. Auch dort hatte er mit Bomben gedroht. «Ich möchte mich bei allen Opfern entschuldigen, mir war nicht klar, was ich ihnen antat», sagte der 30-Jährige im Prozess.