Den Verdächtigen wird Besitz, Herstellung und Verbreitung von Kinderpornografie vorgeworfen. Es war die bisher größte Razzia dieser Art der New Yorker Polizei.

«Für Verbrechen an Kindern gibt es keine Rechtfertigung, vor allem wenn die Täter eine Vertrauensstellung innehaben», sagte der Staatsanwalt des Bezirks Manhattan, Cyrus Vance.

Die Verdächtigen seien in den vergangenen fünf Wochen im Großraum New York festgenommen worden. Angestoßen wurden die Ermittlungen nach der Festnahme eines Polizeichefs im Bundesstaat New York im Januar: Der Mann hatte einem Bericht der «New York Times» zufolge auch Kinder einer katholischen Gemeinde unterrichtet. Im Religionsunterricht sei es unter anderem darum gegangen, wie sich Kinder bei sexuellem Missbrauchsverdacht richtig verhalten sollen.

Insgesamt beschlagnahmten die Ermittler mehr als 600 Computer und Handys. Dabei seien mehr als 175 Terabyte Daten sichergestellt worden, erklärte die Verfassungsschutzbehörde. Die Ermittler fanden Zehntausende sexuell eindeutige Bilder und Videos. Manche der Festgenommenen hatten demnach Tausende Kinderpornos gespeichert. Die Verdächtigen hatten die Bilder und Videos online über sogenannte Peer-to-Peer-Filesharing-Systeme getauscht. In den Kinderpornos seien Vergewaltigung und sexueller Missbrauch zu sehen.

Einer der Verdächtigen sei in der Vergangenheit wegen Kindesmissbrauchs verurteilt worden, einer Verdächtigen werde die Verbreitung von Kinderpornografie vorgeworfen, die ihr eigenes kleines Kind zeige.

Das Ausmaß der Straftaten sei schockierend und der professionelle Hintergrund von vielen der Verdächtigen besorgniserregend, sagte James T. Hayes von der Verfassungsschutzbehörde: «Wir können nicht länger annehmen, dass die einzigen Menschen, die Kinder missbrauchen, arbeitslose Herumtreiber sind», sagte er. «Diese Straftaten haben epidemische Ausmaße angenommen.»