Nach einer der schlimmsten Unwetter-Katastrophen in Südafrika sollen am Mittwoch rund 10.000 Soldaten in der Küstenprovinz KwaZulu-Natal eintreffen, um bei den Bergungs- und Aufräumarbeiten zu helfen.

Mindestens 448 Menschen waren vergangene Woche in den Überschwemmungen und Schlammlawinen ums Leben gekommen. Noch immer werden Dutzende vermisst. Präsident Cyril Ramaphosa rief einen landesweiten Katastrophenzustand aus.

Rund 40.000 Menschen sind nach Behördenangaben durch die Fluten vertrieben worden. In KwaZulu-Natal seien binnen 24 Stunden bis zu 400 Millimeter Regen pro Quadratmeter gefallen - so viel wie sonst im ganzen Jahr. In einigen Gegenden gibt es noch immer weder Strom noch fließendes Wasser. Der Hafen von Durban, einer der größten Frachthäfen Afrikas, ist bis auf Weiteres geschlossen. Die Schäden sollen sich laut Ramaphosa auf Hunderte Millionen Euro belaufen. Häuser, Straßen, Brücken sowie 630 Schulen und 84 Gesundheitszentren seien beschädigt worden.

Die am Indischen Ozean liegende Provinz hatte bereits nach tagelangen gewalttätigen Protesten und Plünderungen im Juli 2021 mit Schäden in Millionenhöhe zu kämpfen. Sie ist eines der wichtigsten Urlaubsziele im Land und hatte sich eigentlich schon auf zahlreiche in- und ausländische Touristen vorbereitet.